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Info3 News

Verlag am Goetheanum unter neuer Leitung

1. Juli 2009

Neues Führungspersonal im Verlag am Goetheanum: Joseph Morel, langjähriger Leiter des dem Goetheanum assoziierten Verlags mit Sitz in Dornach (Schweiz), ist zum 30. Juni ausgeschieden. Als Nachfolger wurde vom Goetheanum-Vorstand für die kaufmännische Leitung Johannes Onneken berufen, bisher Geschäftsführer des Schweizer Hörbuchlabels Sensovision. Für das Programm des Verlags soll künftig außerdem Christiane Haid verantwortlich zeichnen. Haid ist Mitarbeiterin der Sektion für Schöne Wissenschaft am Goetheanum und seit 2006 auch als Kulturwissenschaftlerin in der Albert Steffen Stiftung, Dornach, tätig.

Das Ausscheiden von Morel erfolge altersbedingt, hieß es. Allerdings war in jüngster Zeit auch von Differenzen zwischen Morel und der Goetheanumleitung zu hören, die wohl vor allem mit dem Einsatz Morels für die Autorin Judith von Halle zusammenhingen. Auch von anhängigen arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen ist die Rede. Von Halle, die nach eigener Aussage die Wundmale Christi an ihrem Körper trägt und seit längerem nahrungslos lebt, ist im Dornacher Vorstand umstritten. Morel hatte seit Bekanntwerden ihrer Stigmatisierung zahlreiche ihrer Vorträge in Buchform herausgebracht und pflegt auch eine enge persönliche Zusammenarbeit mit ihr. Morel will nun einen eigenen „Verlag für Anthroposophie“ gründen, dessen Grundstock die von ihm aus dem Goetheanum Verlag übernommenen Bücher von Halles bilden sollen.

Joseph Morel hatte den Verlag über Jahre betriebswirtschaftlich erfolgreich geführt und immer wieder Geschick darin bewiesen, auch als schwierig geltende Autoren in das Verlagsprogramm zu integrieren, das vielfach als Aushängeschild des Goetheanums gesehen wird. Zur Ironie des Schicksals gehört es, dass Morel zuletzt in Vorstandsmitglied Sergeij Prokofieff, dessen Bücher er einst gegen starke Widerstände in den Verlag aufnahm, einen seiner heftigsten Kritiker fand.

e-Petition gegen rigide GEMA-Verordnung

29. Juni 2009

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, besser bekannt unter dem namen GEMA, plant eine neue Gebührenordnung. Dadurch würden auch bei vergleichsweise kleinen Konzerten überproportionale Urheberrechtskosten für Interpreten entstehen. Viele freiberufliche Musiker, Ensembles und kleine Bands fürchten um ihre Zukunft. Mit einer e-Petition auf der Website des Deutschen Bundestages soll jetzt die GEMA zu einer transparenteren Geschäftspraxis gezwungen werden. Die Petition wurde bereits über 70.000 mal unterzeichnet. Wer will, kann sich noch bis zum 17. Juli hier anschließen.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517

Wesensgemäße Bienenhaltung im ZDF

27. Juni 2009

Am kommenden Sonntag sendet das ZDF um 13:30 im Rahmen der Sendung “ZDF-Umwelt” einen Beitrag über die Arbeit der Bienen-Helfer von Mellifera e.V.. Der Bericht erfolgt anhand eines Portraits von Imkermeister Thomas Radetzki, dem Vorstand von Mellifera e.V.. Das ZDF hat ihn vier Tage bei der Arbeit begleitet. Die Sendung wird nicht nur die Demeter Bienenhaltung in der Lehr- und Versuchsimkerei Imkerei Fischermühle auch die Themen Agro-Gentechnik, blühende Landschaft und die Problematik der Pestizide berühren.

Michael Jackson ist tot - Deepak Chopra würdigt ein Phänomen

26. Juni 2009

Mit einer rührenden Würdigung erweist Deepak Chopra dem verstorbenen Michael Jackson die letzte Ehre. Chopra kannte den Popstar seit mehr als 20 Jahren persönlich und war oft sein Begleiter. Sein Nachruf erzählt von den Widersprüchen Michael Jacksons, der gerne Rabindrath Tagore las und mit seinem letzten, unveröffentlichten Song der bedrohten Erde helfen wollte.

Anthroposophen befremdet über Bezeichnung Rudolf Steiners als „Rassist“ in Wochenzeitung des Bundestages

22. Juni 2009

(Medienstelle Anthroposophie) Das vom Deutschen Bundestag herausgegebene Wochenblatt „Das Parlament“ sorgt mit einem Beitrag in seiner Bücherbeilage für Unmut: Autor Nikolaus German bezeichnet in einer Besprechung des Buches von Philipp Blom über Europa in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg („Der taumelnde Kontinent“) Rudolf Steiner „als einen Geistesverwandten des national-sozialistischen Rassenwahns und arischen Herrenmenschentums“. Damit macht er sich das von Blom gezeichnete Steiner-Bild unkritisch zu eigen. Diese Verortung des Anthroposophen und Waldorf-Schulgründers Rudolf Steiner in die Vorläuferschaft des Nationalsozialismus ist sachlich unhaltbar und stellt eine Verletzung tausender sozial engagierter Menschen dar, die sich in Deutschland und in vielen Ländern der Welt heute auf sein Werk beziehen. Die Veröffentlichung einer derart pauschalen und subjektiven Diskreditierung in einem vom Deutschen Bundestag herausgegebenen Organ ist unverständlich.

„Steiner war als Autor des 19. Jahrhunderts in einen Diskurs eingebunden, der von Kolonialismus und Eurozentrismus geprägt war. Ein ‚Rassist’ oder Nazi war er dadurch aber ebenso wenig wie etwa der Darwinist Ernst Haeckel oder andere Wissenschaftler seiner Zeit,“ meint dazu Dr. Jens Heisterkamp von der Zeitschrift „info3 – Anthroposophie im Dialog“. Der Publizist und Historiker hatte sich letztes Jahr im „Frankfurter Memorandum“ intensiv mit den immer wieder erhobenen Rassismus-Vorwürfen gegen Steiner beschäftigt. „Selbstverständlich sind viele Äußerungen Steiners zum Thema menschlicher Rassen heute überholt oder missverständlich,“ so Heisterkamp. Trotz solcher Aussagen bleibe Steiner ein großer Humanist und bis heute wirksamer sozialer Reformer. Auch der Historiker Helmut Zander ist in seinem Werk „Anthroposophie in Deutschland“ ebenso wie andere Fachhistoriker zu einem wesentlich differenzierteren Bild über Steiner als Nikolaus German und Philipp Blom gelangt.

Anthroposophen und Waldorfvertreter setzen sich längst selbstkritisch mit Äußerungen Steiners auseinander, die heute diskriminierend wirken. Eine Kommission hat bereits vor zehn Jahren das Gesamtwerk Steiners diesbezüglich untersucht und auf den zeitgeschichtlichen Kontext dieser Aussagen verwiesen. Der für die Herausgabe der Bücher und Vorträge Steiners zuständige Steiner-Verlag verweist dementsprechend in seinen Ausgaben mit Kommentaren auf die Problematik einzelner Äußerungen hin. Auch der Bund der Freien Waldorfschulen in Deutschland hat sich vor geraumer Zeit in seiner „Stuttgarter Erklärung“ eindeutig von jeder Form von Rassismus distanziert.

Nicanor Perlas kandidiert für philippinische Präsidentenwahlen

21. Juni 2009

Der Sozialaktivist und Anthroposoph Nicanor Perlas, der 2003 den Alternativen Nobelpreis erhielt, will Präsident der Philippinen werden. Armutsbekämpfung ist das vorrangige Ziel des Kandidaten.

Von Walter Siegfried Hahn / NNA

Aktivist und Anthroposoph: Nicanor Perlas will Präsident werden

Nicanor Perlas, 59, hat in der philippinischen Hauptstadt Manila seine Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Republik Philippinen bekannt gegeben. Die Wahl findet im Frühjahr 2010 an einem bisher noch nicht festgelegten Datum statt.
Perlas hatte sich für den Start seiner Kampagne einen bedeutungsschwangeren Ort ausgesucht: den Heldenplatz in der Nähe der EDSA Avenue, der den Helden der im Februar 1986 siegreichen „Gelben Revolution“ gewidmet ist. Zwei Millionen Menschen waren damals unter Führung der in gelb gekleideten Märtyrer-Witwe Corazon Aquino auf der größten Straße der Hauptstadt aufmarschiert und hatten die 14 Jahre währende Marcos-Diktatur in drei Tagen friedlicher Demonstrationen zu Fall gebracht. Aquino übernahm das Präsidentenamt, Tausende von aus politischen Gründen eingesperrte Philippiner wurden aus den Gefängnisse entlassen, Tausende kamen aus dem Exil zurück.

So auch Nicanor Perlas, der nach seiner Ausreise 1978 in den USA die Anthroposophie kennengelernt hatte. Nationale Bekanntheit erlangte Perlas Anfang der 1970er Jahre, als er den Protest gegen den Bau des ersten Atomkraftwerks Bataan organisierte. Perlas, der statt seiner zweiten Vorliebe Kernphysik lieber Landwirtschaft studierte, um mehr für die Armen tun zu können, trug nach dem Sturz von Marcos im Atom-Komitee der Präsidentin zum Aus der Atomenergie in dem Inselstaat bei.
Obwohl er schon verschiedene politische Ämter angeboten bekam, zuletzt 2003 das Umweltministerium, hat er bis heute alle abgelehnt.

Doch jetzt sieht Nicanor Perlas die Zeit gekommen, Verantwortung zu übernehmen und aus seinem „privaten Leben ins Rampenlicht“ herauszutreten. Zugleich ist er bereit, zur Seite zu treten, falls sich ein „besser qualifizierter Kandidat“ findet, wie er am Mittwoch sagte.

Grund dafür, gerade jetzt mit dem Entschluss an die Öffentlichkeit zu gehen, ist der Anfang Juni kulminierte Prozess, die Verfassung von 1986 außer Kraft zu setzen und so der jetzigen Präsidenten Arroyo eine weitere Amtszeit zu ermöglichen. Perlas sieht das als den Versuch, „unter dem Deckmantel der Demokratie eine permanente totalitäre Kontrolle über das Land für die jetzige Administration und ihre Vasallen zu schaffen“. Diese Administration sieht er als schlimmer an als die Marcos-Regierung. „Marcos kontrollierte und beschädigte die Institutionen der Gesellschaft. Arroyo aber bemächtigt sich mehr und mehr unserer Moral und unserer Gedanken“, so Perlas. Nach den Knechtungen der Spanier, Amerikaner und Japaner sei das Land jetzt mit der Knechtschaft durch die eigenen Landsleute konfrontiert.

Zum Kampagnen-Start präsentierte Nicanor Perlas, der von seinen Freunden liebevoll Nicky genannt wird, auch eine eigens für die Aktion gestaltete Internet-Seite www.nicanorperlas.com . In seiner kurzen Ansprache betonte er, dass er sich schon ganze 40 Jahre aktiv für Land und Leute einsetze. Besonders glücklich äußerte er sich über seine erfolgreiche Einführung von Elementen der sozialen Dreigliederung in nationale und internationale Institutionen, ein Ideenkontext, der auf Rudolf Steiner zurückgeht.

Auf die Bedeutung seiner Arbeit in dieser Hinsicht wies in seiner gestrigen Ausgabe auch der „Philippine Daily Inquirer“ hin, eine der führenden Tageszeitungen des Landes. Stolz heißt es in dem Bericht, der Ideen-Rahmen von Perlas sei in die Strategie der Vereinten Nationen zur Verwirklichung der Millenniums-Ziele eingeflossen: „Die Dreigliederung begreift Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft als Teile gesellschaftlicher Gestaltung. Perlas nutzte das Ideengut zuerst beim Schreiben der Philippinischen Agenda 21, die er als Blaupause für nachhaltige Entwicklung unter Präsident Ramos schrieb. Beim Gipfel der Asia Pacific Economic Cooperation (APEC) 1996 wurde es präsentiert und als grundsätzlicher Entwicklungsrahmen anerkannt. Heute wird dieser Rahmen nicht nur bei den UN genutzt, sondern auch von vielen führenden Ländern der Erde“, so der Inquirer.

Perlas ist Pionier der Anthroposophie und der biologisch-dynamischen Landwirtschaft auf den Philippinen. In unzähligen weiteren Lebensbereichen ist er mit Beiträgen aktiv. So war er von Anfang an beteiligt an der Ausbildung von Waldorflehrern, wird aber auch von der katholischen Bischofskonferenz oder der bedeutendsten Unternehmensberatung OCCI Seminars als Ideengeber gesucht. Mit seiner Autorität erreichte er die Streichung von 32 besonders schädlichen Pestiziden. Und 2001 war er maßgeblich am Sturz des korrupten Präsidenten Estrada beteiligt, was – Ironie des Schickals – der damaligen Vize-Präsidentin Arroyo zur Macht verhalf, die sie bis heute behielt und nun nicht aufgeben will. Perlas erhielt national und international bedeutende Ehrungen. 2003 war es der Right Livelihood Award, besser bekannt als Alternativer Nobelpreis, für seine Leistungen auf dem Gebiet Dreigliederung und Globalisierung. Auch auf den Philippinen wurde ihm mit dem Outstanding Filipino Award eine der wichtigsten Ehrungen des Landes zuerkannt.

Sollte er Präsident werden, so geht es Perlas als erstes um Armutsbekämpfung, in einem Land, wo 50 Prozent der Bevölkerung mit weniger als einem US Dollar pro Tag auskommen müssen. „Philippiner haben Unternehmensgeist, auch die Armen“, fasste er seine Erfahrungen als Vorsitzender der anthroposophisch orientierten Life Bank zusammen, die momentan 230 000 Menschen Mikrokredite gewährt.

Nicanor Perlas hat die Kandidatur von langer Hand vorbereitet. Nicht nur die seit 2005 stattfindenden Karangalan-Konferenzen dienten dazu, einen weiteren Sympathisanten-Kreis aufzubauen, auch mit der Organisation PAGASA arbeitete er zielstrebig daran, verantwortungsbewusste Multiplikatoren um sich zu scharen. In diesem Kreis lancierte er dann im Laufe des Monats Mai Artikel über die „Wissenschaft des Unmöglichen“ und über „die Möglichkeit zu gewinnen“ (winnability), um den Glauben zu stärken, auch ein in den Medien unbekannter Kandidat könne eine Wahl auf den Philippinen gewinnen, einem Land, wo ein Schauspieler wie Estrada oder der jetzige Boxweltmeister Manny Pacquiao allein wegen ihrer Bildschirmpräsenz viel größere Aussichten auf einen politischen Posten haben als von der Sache her befähigte Kandidaten. Doch auch hier hat Perlas versucht, sein politisches Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, da er seit Beginn des Jahres eine Talkshow im Fernsehen leitet. Ob er mit geistreichen Gesprächen seine Popularität gegenüber Westernhelden und Sportlern steigern kann, wird sich in einigen Wochen oder Monaten zeigen.

Bulle an der Börse Frankfurt grün eingekleidet

18. Juni 2009


In den frühen Morgenstunden des 18. Juni 2009 haben Wirtschaftsaktivisten im Vorfeld der KarmaKonsum Konferenz 2009 den berühmten Bullen vor dem Frankfurter Börsenpakett grün eingekleidet und mit einem Schriftzug “Grünes Wirtschaftswunder” markiert.

Ziel dieser Aktion ist es, die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf die Potenziale neuen Wirtschaftens hinzuweisen. In den nächsten zwei Tagen kommen rund 600 Teilnehmer aus ganz Deutschland zur dritten KarmaKonsum Konferenz nach Frankfurt.

Die Zeitschrift info3 - Anthroposophie im Dialog ist als Medienpartner bei der Konferenz beteiligt.

Mit dem Auge Gottes gesehen

17. Juni 2009

Ein besonderer Film bewegt derzeit Millionen von Menschen. Hauptdarsteller ist unsere Erde. Home heißt das ungewöhnliche Werk, das den Filmemacher Yann Arthus-Bertrand buchstäblich rund um die Welt führte. Schon allein die beteiligten Teams in dutzenden Ländern der Welt, die am Ende des Films aufgelistet werden, und die über 80.000 Beteiligten auf allen Kontinenten sind ein sozialkulturelles Ereignis ersten Ranges.

Der Film besticht durch eine überwältigende Ästhetik. Er besteht ausschließlich aus Luftaufnahmen spektakulärer Landschaften: die Wildnis Afrikas, die Reisfelder Asiens, die Agrarwüsten Nordamerikas, die Weiten Sibiriens, aber auch die gigantischen Metropolen der westlichen Welt und der Schwellenzonen ziehen unter dem Betrachter vorüber – die Erde mit dem Auge Gottes gesehen. Kombiniert mit einer pathetischen Kommentarstimme und chorischer Hintergrundmusik evoziert der Film bewusst religiöse Anklänge, will Empathie mit unserem leidenden Planeten wecken. „Home“ endet mit Hoffnung machenden Perspektiven für einen Wandel des Umgangs mit der Natur.

Der Film, der von zahlreichen großen Modelabels gesponsert wurde, ist kostenlos im Internet anzuschauen und hat bereits weltweit Begeisterung ausgelöst. Bei aller Sympathie für das Anliegen und der uneingeschränkten Bewunderung für die großartige Leistung ist mir die Frage geblieben, ob die Überwältigung durch diese spektakulären Aufnahmen nicht vielleicht Teil des Problems sind, zu dessen Lösung der Film eigentlich beitragen möchte. Die Aufnahmen zeigen keineswegs eine „Natur wie sie ist“, sondern extrem stilisierte, durch Perspektive, Ausschnitt und Filter aufbereitete Interpretationen. Noch weiter gefragt: Ist das Erlebnis, die teils unwahrscheinlichen Farbspiele der „Natur“ in HD-Qualität auf der Leinwand oder dem eigenen Flachbildfernseher zu genießen, nicht eher selbst Ausdruck der seins-fernen und auf technische Reproduktion bedachten Zivilisation unserer Zeit? Was sich im Betrachten unmittelbar abspielt, ist ja eine Beziehung zwischen Auge und Bildschirm, nicht etwa zwischen Mensch und Natur. Die Leidenschaft für die lebendige Erde könnte sich, so scheint mir, eher an dem Baum gegenüber meinem Fenster oder dem Gänseblümchen am Straßenrand bewähren. Muss die Wandlung, die wir alle erhoffen, nicht eine solche zu neuer Unscheinbarkeit und Einfachheit sein?

Engel und andere Peinlichkeiten

14. Juni 2009

Anthroposophen reden ja meist nur über Engel - glücklicherweise vielleicht. Was dabei herauskommt, wenn - offenbar überwiegend weibliche - Esoterik-Begeisterte im Hamburger Congress Centrum mit höheren Geistwesen direkt Kontakt aufnehmen, hat ein Spiegel-Video in seiner typischen Art aufs Korn genommen. Freuen Sie sich auf Hochhaus-hohe Erzengel, Schutzgeister für Hunde und den Absturz ins Märchenland.

Grundeinkommen in der FAZ

12. Juni 2009

Kaum zu glauben: die letzte Bastion, zumindest in publizistischer Hinsicht, der Wirtschaftsteil der renommierten Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ist genommen; eine ganzseitige Reportage mit unseren Helden Susanne Wiest, Enno Schmidt und Götz Werner. In der online Ausgabe außerdem ein Video mit Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus zum Thema.