Filmbesprechungen aus unserer Zeitschrift. 

 

Die blaue Blume des Tanzes

Das 3-D Kino wurde lange Zeit vor allem von amerikanischen Blockbuster-Regisseuren verwendet, die damit Actionszenen, Explosionen oder Autoverfolgungsjagden noch suggestiver gestalten konnten. In Wenders' neuem Film über das Tanztheater der Pina Bausch jedoch erfährt das Medium einen genialen künstlerischen Einsatz. Die subtile Gesten- und Bewegungskunst der 2009 verstorbenen Wuppertaler Choreographin entfaltet hier einen größeren Reichtum als im normalen Kino – kommt quasi hier erst filmisch zu sich selbst.

Das Leben - ein Traum im Traum?

„Ein Gedanke ist das widerstandsfähigste Virus“, sagt „Dom“ Cobb, der Gedankendieb (dargestellt von Leonardo DiCaprio). Gut gesprochen, Mr. Cobb! Denn einmal gedacht, überdauert ein Gedanke so lange, wie es jemanden gibt, der ihn denkt.

Gegründetsein, Loslassen, Weitergehen

Als am Ende das glückliche Paar im Motorboot vor der Küste Balis mit Volldampf in den Sonnenuntergang hineindüst und der passende Soundtrack sein Werk verrichtet, fragt mancher sich doch, ob er nicht einfach in einem weiteren, ganz normalen Liebesfilm gelandet ist. Am Ende kommt der richtige Prinz oder die richtige Prinzessin, und dann wird alles gut?Dabei beginnt es gar nicht gut in dieser Verfilmung des Weltbestsellers Eat Pray Love: Die Protagonistin Liz, von einer gereiften Julia Roberts gespielt, erfährt, was fast alle Menschen in einer Beziehung früher oder später erfahren: Es bleibt nie so wie es am Anfang war und es wird nie das, was man eigentlich wollte. Aber das Streben nach Unglück scheint uns tief eingeschrieben: Aus einer gescheiterten Ehe flüchtet sich Liz gleich wieder in die nächste Romanze.