Buchbesprechungen aus der Zeitschrift Info3. Sie finden hier Bücher, die uns oder unsere Autorinnen und Autoren besonders beschäftigt haben. 

 

Zeugen-Poesie des Grauens

Der amerikanische Autor Jonathan S. Foer hat es mit einem grundsachlichen Buch geschafft, das hoch emotionale und stark verdrängte Problem des überhöhten Fleischkonsums zum Thema in aller Munde zu machen. Sebastian Gronbach erklärt die Überzeugungskraft dieses Buches.

Bewährtes überdenken

Wo über Anthroposophie und Waldorfpädagogik diskutiert wird, beginnt schnell eine giftige Auseinandersetzung von GegnerInnen und BefürworterInnen der mit beiden Begriffen verbundenen Konzepte. Da ist es eine angenehme Abwechslung, wenn sich gelegentlich auch einmal eine nüchterne reflektierte Betrachtung dieser Themenfelder kundtut. Vor Kurzem und per Zufall fiel mir ein aus einer Magisterarbeit hervorgegangenes Büchlein mit dem Titel Die Waldorfpädagogik im 21. Jahrhundert in die Hand, das das Thema Waldorf auf sehr sachliche Art kritisch diskutiert. Irritierenderweise blieb gerade diesem Buch, anders als den meisten unseriösen Darstellungen, bisher jede mediale Aufmerksamkeit versagt.

Aufgenommen in den Kanon

Eines darf ich vorwegnehmen – jede dieser drei neuen Biographien für sich und erst Recht alle zusammen gesehen sorgen für etwas, was von Anthroposophen sicher lange erhofft wurde: Wenn gleich drei nicht-anthroposophische Autoren Steiner als „charismatischen Führer“ (Heiner Ullrich), als einen der „führenden Esoteriker des 20. Jahrhunderts“ (Helmut Zander) oder schlicht als „modernen Propheten“ (Miriam Gebhardt) würdigen, dann ist der Gründer der Anthroposophie offenbar in den Kanon jener bedeutsamen Figuren aufgenommen, deren Werk in Grundzügen zu kennen ab sofort zum guten Ton unter Gebildeten gehört.

Zwei Seelen für die Anthroposophie

Kritisch, dialogisch und dabei noch unterhaltsam geht ein überzeugter Anthroposoph mit Rudolf Steiner und sich selbst ins Gericht. Das neue Buch von Taja Gut ist ein wichtiges Signal an die Szene, dass sich kritische Eigenständigkeit gegenüber Steiner und Leidenschaft für die Anthroposophie nicht ausschließen müssen.